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E-Mobility

Wie E- Mobilität in Zukunft massentauglich werden kann

Wie E- Mobilität in Zukunft massentauglich werden kann

Lesedauer: 2 Minuten

Zusammenfassung:

  • Der Marktanteil von Elektroautos beträgt in Deutschland 2 Prozent. Dabei befürworten viele die ökologische Verkehrswende. Wieso ist das E- Mobilität also noch nicht massentauglich?
  • Es liegt vor allem an der berechtigten Skepsis der Menschen. Die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ist nicht verbraucherfreundlich und der Wandel hin zur E- Mobilität wird nur halbherzig vorangetrieben.

Elektrofahrzeuge sind zwar ständig in den Medien, aber selten sieht man sie auf den Straßen. 2018 gab es in Deutschland gerade mal 68000 neu zugelassene E-Autos, das entspricht einem Marktanteil von 2 Prozent. Zwar sprechen sich die meisten Menschen für eine Verkehrswende aus, bei der Elektromobilität sind viele jedoch skeptisch. Den Ursachen und wie E- Mobilität in Zukunft massentauglicher gemacht werden kann, wollen wir hier nachgehen.

Zwar sprechen sich die meisten Menschen für eine Verkehrswende aus, bei der Elektromobilität sind viele jedoch skeptisch.

Von Mythen und berechtigter Skepsis

Immer wieder wird behauptet Elektroautos seien nicht sauber, da sie Strom tanken der mithilfe CO2 produzierenden Verfahren gewonnen wird. Dabei besteht deutscher Strom schon zu 40 Prozent aus erneuerbaren Energien und die Politik hat längst klar gemacht, dass der Anteil noch größer werden soll. Richtig ist jedoch, dass die Herstellung eines E-Autos mehr CO2 verursacht als bei Fahrzeugen die auf fossilen Brennstoffen laufen. Auch die Gewinnung der seltenen Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium steht nicht unberechtigt in der Kritik. Das hält viele Befürworter weiterhin von einem Kauf ab. Bei vielen Verbrauchen besteht außerdem die Angst mitten auf der Autobahn stehen zu bleiben, da die Batterie für das Fahrzeug leer ist. Das kann passieren, aber nur wenn die tausend Warnhinweise des Autos permanent ignoriert werden würden. Viele Modelle sind computertechnisch weitaus fortschrittlicher als herkömmliche Benziner oder Diesel. Allerdings stellt die Reichweite tatsächlich insoweit ein Problem dar, dass es zu wenig Ladestationen gibt und dafür eventuell sogar Umwege in Kauf genommen werden müssen.

Mangelnde Infrastruktur

Elektroautos sind faktisch gesehen noch gar nicht massentauglich, da es nicht genügend Ladestationen gibt. Kein Wunder, für Unternehmer und Investoren ist es unattraktiv solche aufzustellen. Schließlich bringen diese wenig Geld ein und die Nachfrage ist aktuell nicht sonderlich hoch. Bisher steigen Private nur in das Geschäft ein, wenn sie ein übergeordnetes Interesse haben. Zum Beispiel erhoffen sich Supermärkte, die Stationen auf ihren Parkplätzen errichten, dass Kunden mehr Zeit im Laden verbringen. Hinzu kommen die unterschiedlichen Leistungsstärken. Tesla- Fahrer profitieren von Superchargern, während Fahrer anderer Marken zum Teil deutlich länger laden müssen, für dieselbe Reichweite. Der Staat lenkt auch nicht ein und spart an Subventionen. Gleichzeitig sorgen Regierungen auch nicht dafür, dass der öffentliche Nahverkehr elektronisch wird. Das Angebot an Autos allgemein ist groß, jeder Käufer hat individuelle Vorstellungen vom fahrbaren Untersatz und der Markt bedient diese. Der Markt für Busse im ÖPNV ist aber ein geschlossenes System, wo der Einzelne wenig Erwartungen an das Fahrzeug stellt, außer dass es einen sicher zur gewünschten Haltestelle bringt. Es gibt Projekte in die Richtung, beispielsweise in Münster. Kritiker würden das Ziel von 100 E- Bussen bis 2030 jedoch als wenig ambitioniert bezeichnen.

Der fehlende Wille

2017 hatte der Autobauer BMW erst die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf circa sieben Milliarden Euro erhöht. Abgesehen vom Kapital, verfügen etablierte Hersteller der Autoindustrie darüber hinaus über eigene Forschungseinrichtungen, sie kooperieren mit Universitäten und besitzen eine solide Unternehmensstruktur. Wie kann es dann sein, dass der Markt der E- Mobilität von einem 2003 gegründeten Unternehmen dominiert wird? Abschließend kann diese Frage nicht beantwortet werden. Doch es zeigt ganz klar das Problem auf, dass zu wenig in die Zukunft investiert wird. Auch von staatlicher Seite fehlt ein Konzept, dass eine klare Richtung vorgibt und den Prozess gestaltet.