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Autonomes Fahren

Autonom fahrende Busse in Hamburg – Modell der Zukunft?

Autonom fahrende Busse in Hamburg - Modell der Zukunft?

Lesedauer: 2 Minuten

Zusammenfassung:

  • Die Hamburger Hochbahn AG plant bereits für 2019 testweise autonom fahrende Elektrobusse an bestimmten Punkten der Stadt einzusetzen.  
  • Das Projekt ist zukunftweisend und soll zum ITS- Weltkongress 2021 fertig sein. Davor hat es noch einige technische und juristische Hürden zu meistern.

Platz für 10-16 Personen, fünf Meter lang, zwei Meter breit, ohne Fahrer und ausschließlich elektrisch angetrieben, so soll der Bus der Zukunft aussehen, wenn es nach der Hamburger Hochbahn AG geht. „HEAT“ nennt sich das Projekt, was für „Hamburg Electric Autonomous Transportation“ steht. Die mit dem Projekt verbundenen Ziele sind ambitioniert wie lobenswert. Die Busse sollen in den alltäglichen Stadtverkehr integriert werden und damit als nachhaltige Alternative zum auf fossilen Brennstoffen laufenden ÖPNV dienen. Allerdings liegt dieses Streben noch in weiter Ferne. Bisher geht es vielmehr darum herauszufinden, ob HEAT genug Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung abrufen kann, um mit dem aktuellen öffentlichen Nahverkehr mithalten zu können.

HEAT soll bereits 2019 starten.

Phase eins des Projekts soll bereits 2019 an den Start gehen. Allerdings noch nicht autonom, ein Fahrer soll zur Sicherheit mit dabei sein, um im Notfall eingreifen zu können. Außerdem wird der Bus zunächst ohne Passagiere unterwegs sein. Zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen aufgrund rechtlicher Hürden. Beide Berufsgruppen, Techniker wie Juristen, sind aber stark in das Projekt involviert, um genau diese Stolpersteine in Zukunft aus dem Weg räumen zu können. Die Teststrecke soll zu Beginn lediglich 700 Meter lang sein und nur drei Haltestellen anfahren. In Phase zwei sollen dann auch erste Gäste, die eine spezielle Unterweisung erhalten haben mitfahren dürfen. 2021 soll Phase drei eingeleitet werden, vollautonomes Fahren mit ganz normalen ÖPNV- Nutzern, an mehreren Standorten in Hamburg, insbesondere dem Messegelände. 3,6 Kilometer soll die Strecke am Ende messen. Damit würde das Projekt pünktlich zum ITS- Weltkongress fertig werden, was der Stadt natürlich eine Vorreiter- Stellung einbringen könnte, was die Mobilität der Zukunft angeht.

Die Hochbahn AG  geht damit einen wichtigen ersten Schritt […].

Wie soll das Ganze funktionieren?

Die Busse laufen, wie alle Elektroautos, mit einer Batterie. Dafür sollen im jeweiligen Einsatzgebiet spezielle Ladestationen bereitgestellt werden. Außerdem verfügt HEAT über innovative Kamera-, Radar- und Lasertechniken, die autonomes Fahren sicher machen sollen. Gleichzeitig soll die Strecke mit der entsprechenden Technik ausgestattet werden. Sensorikelemente und digitale Kommunikationssysteme sollen auf dem Weg eingebaut werden. Mit der passenden Software soll eine Art Kommunikation zwischen Fahrzeug und Straße erzielt werden. Das Fahrzeug kann so sein ganzes Umfeld analysieren und sich daran orientieren. So soll der HEAT eigenständig erkennen können, wo Ampeln sind und in welcher Phase sich diese befinden. Gleichzeitig sollen Menschen, die an Haltestellen warten erkannt werden, sodass der Bus zum Stehen kommt um die Gäste einzusammeln. Die Busleitstelle kontrolliert den Gesamtvorgang und kann im Zweifel Anpassungen vornehmen, damit sich das Fahrzeug besser in den Verkehr eingliedert.

Sieht so der ÖPNV der Zukunft aus?

Das kann natürlich heute noch keiner sagen. Fest steht jedoch, dass zahlreiche innovative und intelligente Modelle bereits jetzt, wenn auch nur vorläufig, an den Start gehen. Die Hochbahn AG  geht damit einen wichtigen ersten Schritt, um Erkenntnisse für die Praxis zu sammeln und in Zukunft mithalten zu können. Wer mal wissen möchte, wie der Bus der Zukunft aussieht oder einfach nur gierig nach mehr Informationen ist, der kann hier vorbeischauen.